Testamentsvollstreckung – Sichern Sie Ihren letzten Willen ab!

Eine Testamentsvollstreckung sichert die Umsetzung Ihres letzten Willens (Credit: Gerd Altmann / Pixabay)

Für wen wen eignet sich eigentlich Testamentsvollstreckung?                                  

Viele meiner Kunden haben schon einmal den Begriff der „Testamentsvollstreckung“ im Zusammenhang mit der Planung des Vermögensübergangs an Ihre Kinder oder andere vorgesehenen Erben gehört. Häufig kommt es dann aber doch noch zu einigen gezielten Fragen weshalb ich dieses Thema heute näher vorstellen möchte:

Was ist Testamentsvollstreckung?

Mit der Anordnung der Testamentsvollstreckung in Ihrer „letztwilligen Verfügung“ (= Testament oder Erbvertrag) sichern Sie die Umsetzung Ihres eigenen Willens über den Tod hinaus. Der von Ihnen vorgesehene (oder auch z.B. auf Ihre Anweisung hin vom Nachlassgericht ernannte) Testamentsvollstrecker tritt dann an Ihre Stelle um die von Ihnen im Testament (oder Erbvertrag) festgehaltenen Dinge umzusetzen.

Vorteile der Testamentsvollstreckung:

Eine Testamentsvollstreckung kann viele Vorteile bieten, z.B. in folgenden Fällen:

  • Vermögenssicherung: Sie haben Zweifel am Umgang der Erben mit Ihrem Vermögen (z.B. Verprassen des Geldes, Verkauf des Elternhauses oder des selbst aufgebauten Unternehmens)
  •  Sicherung des Familienfriedens: Die Entscheidungen über die Erbauseinandersetzung (= Verteilung des Nachlasses) trifft nur der Testamentsvollstrecker, nicht aber die Erbengemeinschaft. Der Testamentsvollstecker ist nur an Ihre Vorgaben als Erblasser gebunden. Er soll sich zwar mit den Erben abstimmen, diese sind ihm jedoch nicht weisungsbefugt (z.B. bei Aufteilung der Vermögenswerte). Hierdurch bleibt der Familienfriede zumindest in finanzieller und rechtlicher Sicht gewahrt und kann nur auf der privaten oder moralischen Ebene strittig werden. Sie können z.B. auch die Testamentsvollstreckung anordnen, sofern sich die Erben nicht binnen einer festen Frist über die Verteilung des Nachlasses geeinigt haben. Dies kann die Einigung unter den Erben deutlich beschleunigen.
  • Kompetenzsicherung: Sie sind im Umgang mit Ihrem Vermögen sehr versiert (insbesondere bei einem evtl. vorhandenen eigenen Unternehmen). Diese Fachkompetenz muss bei den Erben nicht auch zwangsläufig vorhanden sein. Durch Einsetzung eines fachkundigen Testamentsvollstreckers kann dies jedoch sichergestellt werden. Gerade bei Minderjährigen, jungen Erwachsenen oder auch Menschen mit Behinderungen kann dies oftmals gar nicht der Fall sein.
  • (zu diesem Punkt müsste man Ihnen als Erblasser schon böse Absicht unterstellen): Gängelung für die Erben – diese können (bei entsprechenden Auflagen wie einer Dauertestamentsvollstreckung) nicht zur Gänze in freien Stücken über das Vermögen verfügen. Aber Achtung: Ein Erbe könnte bei der Einsetzung eines Testamentsvollstreckers das Erbe ausschlagen und den (in bar sofort fälligen) Pflichtteil verlangen. Ganz nach dem Motto: lieber ein kleineres, aber frei verfügbares Erbe als großer Erbanteil mit dem (aufgrund der Bevormundung durch die Testamentsvollstreckung) wenig angefangen werden kann.
  • Überschuldung des Erben (Privatinsolvenz): Im Falle des direkten und kompletten Vermögensübergangs an den Erben würde das Vermögen sofort für die Begleichung noch vorhandener Schulden verwendet werden. Im Falle einer so genannten „Dauertestamentsvollstreckung“ erhält der Erbe nur die jährlichen Erträge aus dem Vermögen, das Vermögen als Ganzes bleibt jedoch erhalten. Dies kann auch angewandt werden, wenn ein Erbe einen sehr verschwenderischen Lebensstil pflegt.
  • Auch bei als Erbe vorgesehenen Menschen mit Behinderungen kann eine Testamentsvollstreckung sinnvoll sein: sofern der Behinderte „normaler“ Erbe wäre (= wird als Ihr Rechtsnachfolger Eigentümer seines Erbanteils), würde das ererbte Vermögen von Seiten der Behörden zur Begleichung für Heimkosten, Pflege und ähnliches herangezogen werden. Mittels des so genannten „Behindertentestaments“ wird diese Person jedoch nur als „Vorerbe“ mit Dauertestamentsvollstreckung eingesetzt. Sie erhält demnach nur die Erträge aus dem vererbten Vermögen (z.B. mittels einer Vermögensverwaltung), der Staat wiederum hat aber keinen Zugriff auf die Substanz, die somit als Ganzes erhalten bleibt. Ein bereits vorab festgelegter „Nacherbe“ erhält nach dem Tod dieses Vorerben das komplette Vermögen. Vorteile: der Behinderte erhält lebenslang eine zusätzliche Unterstützung aus der Dauervollstreckung des Erbanteils, der aufgrund der von Ihnen festgelegten Nacherbschaft vor den Zugriffen des Staats bewahrt wird.
  • Minderjährige Erben: sofern Minderjährige Erben werden sind diese noch nicht bzw. nur beschränkt geschäftsfähig. Sie werden in Rechtsgeschäften von ihren gesetzlichen Vertretern, i.d.R. die Eltern, vertreten. Diese sind wiederum aber auch beschränkt handlungsfähig bzw. müssen sich mit dem Vormundschaftsgericht abstimmen. Das kann, z.B. bei Immobilienvermögen, sehr aufwändig und schwierig sein. Die Testamentsvollstreckung kann hier auch sinnvoll sein, da sich der Testamentsvollstrecker nicht mit dem Vormundschaftsgericht abstimmen muss. Außerdem kann die Testamentsvollstreckung bei Minderjährigen angebracht sein wenn Sie verhindern möchten, dass die Eltern die Verwaltung des Erbanteils übernehmen.
  • Entlastung der Erben: nicht zuletzt ist dies ein wesentlicher Punkt. Das Ableben eines geliebten Menschen ist wohl emotional eine der schwierigsten Situationen. Wenn in dieser Phase nun noch die Abwicklung des Nachlasses erledigt werden muss – eine Tätigkeit mit vielen Behördengängen und kaufmännischen Abstimmungen – kann dies manche Menschen komplett überfordern. Insbesondere, wenn diese Personen keine Nähe zu solchen Prozessen haben oder auch selbst mitten im Berufsleben stehen. Die Testamentsvollstreckung kann hier eine wesentliche Entlastung sein und eine schnelle und zuverlässige Abwicklung des Nachlasses bringen.

Welche Nachteile gibt es bei einer Testamentsvollstreckung?

Die genannten Vorteile können – aus Sicht der Erben – auch als Nachteile wahrgenommen werden. So wäre es durchaus möglich, dass diese durch Übergang des kompletten Vermögens in den eigenen Verantwortungsbereich eine zusätzliche Reife und persönliche Weiterentwicklung erfahren. Es muss klar festgehalten werden, dass die Testamentsvollstreckung eine Bevormundung der Erben ist.

Ihre heutigen Vorstellungen, die Sie in Ihrem Testament festhalten, können in der Zukunft überholt sein und sich hierdurch zum Nachteil für Ihre Erben entwickeln. Ihr letzter Wille kann jedoch nach Ihrem Ableben nicht mehr abgeändert werden. Überlegen Sie, welche neue Situationen künftig eintreten könnten und ob diese dann durch die Anordnungen in der Testamentsvollstreckung nach Ihrem Willen berücksichtigt werden (z.B. Heirat, Geburt von Kindern oder Unfälle).

Der Testamentsvollstrecker könnte selbstherrlich, herrschsüchtig und eigennützig eigene Ziele statt die der Erben verfolgen. Dieses Risiko kann eingeschränkt werden, in dem der Testamentsvollstrecker verpflichtet wird über das gesetzliche Maß hinaus Informationen über das Vermögen und das eigene Handeln an die Erbengemeinschaft zu geben. Ebenso können Vorgaben festgelegt werden, dass regelmäßige Vermögensausschüttungen an die Erbengemeinschaft erfolgen müssen. Bei äußerst wichtigen Entscheidungen können „Mitvollstrecker“ ernannt werden, mit denen Abstimmungen oder auch Zustimmungen erfolgen müssen. Sie können auch festlegen, dass Mediations- oder Schiedsgerichtsverfahren bei Streitigkeiten eingeleitet werden.

Arten der Testamentsvollstreckung

Der Standardfall ist die so genannte Abwicklungsvollstreckung. Der Testamentsvollstrecker führt dabei sämtliche „letztwillige Verfügungen“, eben den letzten Willen des Erblassers, aus. Er hat dabei die Rechte, den Nachlass zu verwalten, zu verfügen und in Besitz zunehmen. Er kann auch – sofern zur Abwicklung des Nachlasses erforderlich – Verbindlichkeiten eingehen. Außerdem kann bei Überschuldung des Nachlasses auch ein „Nachlassinsolvenzverfahren“ und die Zwangsversteigerung von Nachlassgrundstücken festgesetzt werden. Ebenso kann er gerichtlich Rechte geltend machen, die zum Nachlass gehören.

Der Nachlass wird „auseinandergesetzt“. Der Erbengemeinschaft gehört der Nachlass als Ganzes, d.h. einzelne Vermögenswerte werden nicht sofort auf einzelne Erben aufgeteilt sondern gehören allen anteilig der vorgesehen Erbquote. Der Testamentsvollstrecker teilt die vorhandenen Vermögenswerte in der Auseinandersetzung unter den Erben entsprechend auf.

Ebenfalls erfolgt die Erklärung der Erbschaftsteuer für die Erben. Berichtigung von Nachlassverbindlichkeiten: sofern zum Nachlass auch Schulden gehören verrechnet diese der Testamentsvollstrecker mit dem vorhandenen Vermögen. Strittige Schulden werden ebenfalls von ihm geklärt.

Neben der Abwicklungsvollstreckung gibt es noch die so genannte Verwaltungsvollstreckung: Hierdurch wird die Aufgabe des Testamentsvollstreckers auf die Verwaltung des Nachlasses (aber eben keine Abwicklung) reduziert, zeitlich verlängert sie sich dadurch jedoch. Der Erträgnisse aus der Verwaltung des Nachlasses sind an die Erbengemeinschaft herauszugeben. Die Verwaltungsvollstreckung kann auch auf bestimmte Bestandteile der Erbmasse oder einzelne Erben eingeschränkt werden. Diese Variante der Testamentsvollstreckung wird häufig gewählt, wenn die Erben (noch) nicht über die erforderliche Kompetenz zur eigenen Verwaltung des Vermögens verfügen, z.B. bei Minderjährigen.

Streitpotential ist hier gegeben, sofern Vor- sowie Nacherbe(n) festgelegt wurden. Im Interesse des Vorerben sind natürlich möglichst hohe Ausschüttungen aus dem Vermögen, der Nacherbe wird dafür plädieren, die Erträge möglichst zu thesaurieren (= in das Vermögen zu reinvestieren). Es empfiehlt sich – auch hier – möglichst ein detailliertes Testament aufzusetzen.

Die dritte Variante ist die Dauervollstreckung: Sie ist eine Kombination aus Abwicklungs- und Verwaltungsvollstreckung. Es ist auch möglich, die Testamentsvollstreckung nur auf bestimmte Teile des Nachlasses zu beschränken, z.B. auch auf Vermächtnisse. In diesem Fall überprüft der Testamentsvollstrecker, ob Ihre Auflagen (die „Erschwerungen“, z.B. die regelmäßige Grabpflege) auch vom Begünstigten des Nachlasses umgesetzt werden.

Die Beschränkungen können auch zeitlich erteilt werden. Grundsätzlich würden sowohl die Dauer- sowie Verwaltungsvollstreckung nach 30 Jahren unwirksam werden. Sie können jedoch – darüber hinaus – an die Lebenszeit eines Erben oder des Testamentsvollstreckers gebunden werden.

Was kostet eine Testamentsvollstreckung?

Im Gesetz steht, dass „der Testamentsvollstrecker für die Führung des Amts eine angemessene Vergütung verlangen kann, sofern nicht der Erblasser anderes bestimmt hat“. Die Bezahlung ist also relativ unklar geregelt. Um hier Klarheit zu schaffen, haben Sie in der Praxis verschiedene Tabellen mit Mustervergütungen bewährt. Häufig wird die Vergütungsempfehlung des Deutschen Notarvereins verwendet

Höhe des Nachlasses Vergütung
Bis EUR 250.000,00 4,0%
Bis EUR 500.000,00 3,0%
Bis EUR 2.500.000,00 2,50%
Bis EUR 5.000.000,00 2,0%
Über EUR 5.000.000,00 1,50%

Daneben gibt es noch weitere Muster, auf die ich an dieser Stelle jedoch nicht weiter eingehen werde.

Die Gebühren mögen im ersten Moment sehr hoch erscheinen. Bedenken Sie jedoch, welche Kosten durch aufwändige Erbprozesse entstehen können. Die Gesamtsummen können hier deutlich höher sein, abgesehen von dem damit verbundenen Ärger.

Die Gebühren können je nach Aufwand erhöht oder auch reduziert werden. Klären Sie dies am besten im Vorfeld mit dem von Ihnen gewünschten Testamentsvollstrecker. Sollte nichts festgelegt sein, kann er dies eben auch selbst „angemessen“ festlegen. Natürlich ist es auch möglich, dass sich die Erben mit ihm darauf verständigen.

Grundsätzlich muss dabei beachtet werden, dass der Testamentsvollstrecker bei zu geringer Vergütung das Amt auch ablehnen kann (z.B. wenn aus seiner Sicht der Aufwand nicht im Einklang mit der Vergütung steht). In diesem Fall haben Sie – oder besser Ihre Erben – das Problem, dass das Nachlassgericht einen anderen Testamentsvollstrecker bestellen muss, soweit im Testament keine konkrete Ersatzperson vorgegeben ist. Ob dieser neue Testamentsvollstrecker dann die Dinge so umsetzt, wie der von Ihnen ursprünglich vorgesehene, ist unklar.

Bei Dauervollstreckung (z.B. zwischen 2,0% und 4,0% der Einkünfte) oder mehreren Testamentsvollstreckern müssen wiederum andere Regelungen getroffen werden. Der Testamentsvollstrecker hat auch Anspruch auf Ersatz von Auslagen, z.B. für Abstimmung mit Steuerberatern oder Reisekosten.

Wie veranlasse ich eine Testamentsvollstreckung?

Die Testamentsvollstreckung ordnen Sie in Ihrer „letztwilligen Erklärung“, eben dem Testament (oder auch Erbvertrag), an. Lassen Sie dieses auf jeden Fall von einem Fachmann erstellen. Erkundigen Sie sich vorher, ob der angedachte Notar oder Rechtsanwalt auch mit dieser Materie vertraut ist! In der Praxis stelle ich auch immer wieder fest, dass eben nicht jeder Angehörige dieser beiden Berufsgruppen gerade komplexere Erbschaftsplanungen umfassend richtig behandeln kann. Oftmals liegen die Schwerpunkte auch auf anderen Fachgebieten. Es wird hier auch mit vorgefertigten Textbausteinen gearbeitet, die nicht immer den genauen Willen des Testierenden wiedergeben! Erkundigen Sie sich deshalb im Vorfeld auch bei Ihrem Vermögensberater nach Empfehlungen für Testament-Profis. Dieser darf – aus rechtlichen Gründen – kein Testament erstellen und Sie dazu auch nicht individuell beraten. Kompetente Berater wissen aber aus ihrer Praxis sehr wohl, welche Spezialisten hierfür gut geeignet sind.

Wenn Sie eine Testamentsvollstreckung anordnen möchten sollten Sie auf keinen Fall das Testament selbst verfassen! Diese Materie ist zu komplex um von einem Laien rechtlich sauber umgesetzt werden zu können. Dies führt in der Praxis oftmals dazu, dass Ihr letzter Wille nicht klar erkennbar ist bzw. es zu Widersprüchen kommt und deshalb erst recht die Streiterei zwischen den Erben beginnt. Und genau das wollen Sie ja verhindern. Die Investition in ein Testament vom Fachmann lohnt sich deshalb sehr!

Zur Vorbereitung der Testamentserstellung sollten Sie sich aber schon zu diesen Punkten Gedanken machen:

  • Für welchen Erbfall soll die Testamentsvollstreckung gelten?
  • Warum genau wollen Sie die Testamentsvollstreckung anordnen? Dieser Punkt ist gerade für die Erben wichtig um zu verstehen, was Sie damit bezwecken.
  • Welche der beschriebenen Varianten möchten Sie wählen? Abwicklungs-, Verwaltungs-, Vermächtnis-, Nacherben- oder die dauerhafte Testamentsvollstreckung.
  • Wie lange soll die Dauer sein, bzw. welche Bedingungen sehen Sie vor? Z.B. soll nur solange Erbe X jünger als 25 Jahre ist oder bis dessen erstes Kind geboren ist
  • Welche Person(en) ist/sind Testamentsvollstrecker (inkl. Ersatzpersonen)? Denken Sie gerade bei gleichaltrigen Personen daran, dass diese auch nicht ewig leben werden bzw. körperlich in einen Zustand kommen können, der Ihnen die Ausübung der Testamentsvollstreckung nicht mehr erlaubt. Dies ist insbesondere bei der Dauer-Testamentsvollstreckung wichtig!
  • Bedenken Sie auch eine mögliche Erweiterung der Auseinandersetzungsbefugnis „nach billigem Ermessen“. Dies ermöglicht dem Testamentsvollstrecker, dass z.B. Immobilien über einen längeren Zeitraum verkauft werden können um einen besseren Preis zu erzielen. Hierdurch wird eine mögliche Versteigerung der Immobilie verhindert, um den Nachlass schnellstmöglich auseinandersetzen zu müssen.
  • Sollen Darlehen aufgenommen werden können, z.B. zur Renovierung einer Immobilie, die danach zu einem höheren Preis verkauft werden kann?
  • Welche Kontrolle soll über den Testamentsvollstrecker vorgesehen sein, z.B. durch einen bestimmten Miterben?
  • Sofern Sie ein Unternehmen besitzen: Klarstellung von Aufgaben im Unternehmensbereich, z.B. Einsetzung eines Geschäftsführers
  • Sollen Sanktionsklauseln für Erben gelten, sofern diese nicht Ihre Auflagen als Erblassers erfüllen?
  • Wann soll die Testamentsvollstreckung enden? Möglich wären z.B. nach Abwicklung des kompletten Nachlasses oder nach erfolgreichen Absolvierung eines Studiums durch Erbe X.
  • Wie soll die Vergütung des Testamentsvollstreckers geregelt werden?

Sie sehen, es ist sehr wichtig sich im Vorfeld zur Erstellung des Testaments ausreichend Gedanken zu machen. Sprechen Sie diese auch mit dem vorgesehenen Testamentsvollstrecker durch! Je besser dieser Ihren Willen kennt umso einfacher kann er diesen nach Ihrem Ableben umsetzen.

Wunschtraum eigene Immobilie – lohnt sich das auch finanziell?

Lohnt sich die eigene Immobilie auch finanziell? (Credit: Pexels/ Pixabay)

Vor Kurzem hatte ich mit einigen Freunden eine interessante Diskussion: rechnet sich die eigene Immobilie auch in finanzieller Sicht? Bei dieser Diskussion wurde es sehr schnell emotional – nicht wenige vertraten den Standpunkt, dass das eigene Haus (oder auch die eigene Wohnung) mit nichts aufzuwiegen wäre und sinnbildlich für Familie, Schutz oder auch Geborgenheit steht. Einige Stimmen (in der Unterzahl) entgegneten, dass es sich auch im gemieteten Heim sehr gut und gemütlich leben lässt, ohne gleich dafür Schulden machen zu müssen.

Ich selbst sehe das – als Eigenheimbesitzer – sehr differenziert. Als meine Partnerin und ich 2007 damit begannen unser Haus zu suchen war dies vom Wunsch getrieben, ein Heim für uns und unsere künftige Familie zu schaffen. Die Absicht, keine Miete mehr zahlen zu müssen bzw. dieses Geld in die eigene Immobilie umzuwandeln war ein – aus damaliger Sicht – schöner Nebeneffekt, aber nicht die alleinige Motivation. Vom rein emotionalen Aspekt gibt es meiner Meinung nach wenige Dinge die so positiv aufgeladen sind wie die eigene Immobilie.

Vor dem Hintergrund der kürzlich stattgefundenen Diskussion mit meinen Freunden habe ich die Frage „lohnt sich das eigene Haus“ nun – rein aus finanzieller Sicht – analysiert und möchte Ihnen hier das Ergebnis vorstellen.

Der Hintergrund

Aktuell sind die Preise für Häuser und Wohnungen (zumindest in den meisten Regionen Deutschlands) auf einem sehr hohen Niveau, in den letzten Jahren fand z.T. extreme Preissteigerungen statt.

Dafür gibt es primär zwei Gründe. Zum einen ist die „Anlageklasse“ Immobilien in den Jahren vor 2010 kaum gestiegen bzw. war manchmal sogar rückläufig. Es war also durchaus Nachholpotential vorhanden, was sich auch i.d.R. durch gestiegene Immobilienkosten bestätigt hat.

Zum anderen ist das Null-Zins-Niveau dafür verantwortlich. Der Zins ist letztendlich der Preis für das (Leihen von) Geld. Da die „Ware“ Geld ist momentan sehr günstig erhältlich. Daher haben sich viele Menschen dazu entschlossen, diesen Preisvorteil auszunutzen und nun ihr Eigenheim zu erwerben. Im Umkehrschluss gibt es für verhältnismäßig sichere Anlagen auf der Bank (z.B. Tages- und Festgeld, aber auch Anleihen von guten Schuldnern) kaum mehr Rendite. Auch das hat oftmals zu der Entscheidung geführt lieber eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen als das Geld fast umsonst der Bank zu leihen (= dort anzulegen). Diese Idee hatten nicht wenige Anleger (Als Vermögensberater kann ich ein Lied davon singen…). Dies hat zusätzlich für Preissteigerung des Immobilienmarkts gesorgt.

Berechnung der Kaufkosten

Soweit zum Hintergrund. Beginnen wir damit uns anzusehen, was der Erwerb einer Immobilie kostet: Zunächst ist da der eigentliche Kaufpreis der Immobilie, den Sie mit dem Verkäufer des Objekts vereinbaren müssen. Um das gleich anhand eines Beispiels zu berechnen unterstellen wir, dass es sich um ein neuwertiges, fünf Jahre altes Reihenhaus mit 120 qm Wohnfläche zzgl. eines Grundstücks in der üblichen Größe handelt. Dafür wurde ein Kaufpreis von EUR 400.000,00 vereinbart.

Zu dieser Summe kommen noch die sogenannten „Nebenkosten“ hinzu. Sie setzen sich aus folgenden Bausteinen zusammen:

  • Wenn Sie oder der Verkäufer einen Makler beauftragt haben, wird dieser für seine Tätigkeit auch eine Rechnung stellen. In Bayern sind dies 3,57% des vereinbarten Kaufpreises – jeweils für Käufer und Verkäufer. In anderen Bundesländern kann dies auch abweichen, erkundigen Sie sich hierzu am besten vor Ort. Im aktuellen „Verkäufermarkt“ wird es für Käufer schwierig werden, bei guten Objekten noch einen Rabatt hierauf zu verhandeln.
  • Neben den möglichen Maklerkosten kommt definitiv noch das Finanzamt und möchte im Anschluss an die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags die Grunderwerbsteuer von Ihnen haben. Der Steuersatz hierfür variiert – je nach Bundesland – zwischen 3,5% (Sachsen und Bayern) und 6,5% (z.B. NRW).
  • In Deutschland unterliegen Immobilien-Kaufverträge der notariellen Beurkundungspflicht. Dies kostet noch einmal ca. 1,20%. Für den Eintrag im Grundbuch sowie die damit einhergehenden Gerichtskosten entstehen weitere 0,50%.

Alles in Allem macht dies – in diesem Beispiel beim Kauf einer Immobilie in Bayern – noch zusätzlich bis zu 9,00% an Kaufnebenkosten. Dieses Geld ist – sofern Sie die Immobilie selbst bewohnen – weg. Wenn Sie das Haus – theoretisch – am nächsten Tag wieder verkaufen würden, bekommen Sie davon keinen einzigen Cent zurück. Im Falle einer vermieteten Immobilie werden die Anschaffungsnebenkosten auf den Kaufpreis addiert und dann in Summe abgeschrieben, zumeist für 2,00% pro Jahr.

Rechnen wir in unserem Bespiel – dem neuwertigen Reihenhaus in Bayern für EUR 400,000,00 – weiter.

Kaufpreis                                                       EUR 400.000,00

+ Maklerkosten (3,57%)                                EUR 14.280,00

+ Grunderwerbsteuer (3,50%)                      EUR 14.000,00

+ Notargebühren (1,20%)                             EUR 4.800,00

+ Grundbuch / Gericht (0,50%)                    EUR 2.000,00

= Gesamter Kaufpreis                                  EUR 435.080,00

Diesen gesamten Kaufpreis werden die meisten Menschen – i.d.R. junge Familien – nicht bar zur Verfügung haben. Sie müssen demnach einen Kredit aufnehmen. Normalerweise wird hierfür eine Bank in Anspruch genommen. Diese möchte jedoch nur bis zu 80% des Kaufpreises finanzieren, die restlichen 20,00% zzgl. der Nebenkosten müssen Sie selbst aus Ihren Ersparnissen bezahlen.

In unserem Beispiel bedeutet dies, dass Sie einen Kredit von EUR 320.000,00 (= 80% des Kaufpreises) aufnehmen. Den restlichen Betrag von EUR 115.080,00 (= EUR 80.000,00 restl. Kaufpreis zzgl. EUR 35.080,00 an Nebenkosten) bezahlen Sie direkt von Ihrem Bankkonto.

Für diesen Betrag halten wir für die Berechnung der „Opportunitätskosten“ (= was kostet mieten im Vergleich?) fest, dass dieses Geld nun in der unverzinslichen Immobilie gebunden bzw. – im Fall der Nebenkosten – weg ist. Bei der Variante „Mietverhältnis“ liegt das Geld noch auf dem Konto und kann gewinnbringend angelegt werden.

Nicht berücksichtigen werden wir, dass Sie für den Umzug in das frisch erworbene Reihenhaus noch neue Möbel kaufen oder Schönheitsreparaturen durchführen. Dies kann bei einem gemieteten Haus ebenfalls anfallen und ist daher bei dieser Beispielsrechnung nicht relevant.

Da die Zinsen momentan historisch niedrig sind, sichern Sie sich den günstigen Zinssatz gleich für eine Laufzeit von 25 Jahren. Am Ende dieser Zeit wollen Sie das Darlehen komplett zurückgezahlt haben, wofür eine anfängliche Tilgungsrate von 3,00% notwendig ist. Wir unterstellen hierfür einen Zinssatz von 2,23%. Die monatliche Kreditrate beträgt EUR 1.394,67.

Auf die gesamte Darlehenslaufzeit gesehen, haben Sie neben dem Darlehensbetrag von EUR 320.000,00 auch noch Zinsen i.H.v. EUR 97.510,22 an die Bank zu bezahlen. Der Einfachheit halber lassen wir in diesem Beispiel Sondertilgungen unberücksichtigt, die sich ansonsten grundsätzlich positiv auswirken, in dem Sie das Darlehen früher zurückgezahlt und hierdurch Schuldzinsen gespart haben.

Unsere Beispielrechnung sieht nun wie folgt aus:

Gesamter Kaufpreis                                      EUR 435.080,00

+ Zinsen auf gesamte Laufzeit                     EUR 97.520,22

Kaufpreis inkl. Zinsen                                   EUR 532.600,22

Emotional gibt es wenige Punkte die dagegen sprechen. (Credit: Riad Kanane / Pixabay)

Instandhaltung und Abschreibung

Wohnimmobilien werden in Deutschland i.d.R. über 50 Jahre abgeschrieben, das bedeutet, dass sich der Wert der Immobilie pro Jahr um 2,00% reduziert. Problem bei der selbstgenutzten Immobilie ist, dass sie dies – im Gegensatz zur vermieteten Immobilie –  steuerlich nicht absetzen können. Der Wertverlust ist aber trotzdem vorhanden, denn das Haus nutzt sich ja im Laufe der Zeit ab bzw. wird „abgewohnt“.

In unserem Rechenbeispiel bedeutet das, dass das Haus am Ende unseres Berechnungszeitraums von 25 Jahren noch einen Restwert von EUR 200.000,00 hat.

Im Gegenzug müssen Sie bei der eigenen Immobilie Instandhaltungsrücklagen bilden, die Sie bei Bedarf zur Renovierung von Teilen des Hauses heranziehen können. Als Mieter merken Sie davon nichts im Geldbeutel – Ihr Vermieter darf diese Rücklagen nämlich nicht auf Sie umlegen.

Das Bundesbauministerium empfiehlt Hausbesitzern folgende jährlichen Rücklagen zu bilden:

  • für bis zu 5 Jahre alte Häuser: EUR 4,00 je Quadratmeter
  • für bis zu 10 Jahre alte Häuser: EUR 6,00 je Quadratmeter
  • für bis zu 15 Jahre alte Häuser: EUR 7,50 je Quadratmeter
  • für Häuser ab dem 16. Baujahr: EUR 10,00 je Quadratmeter

Eine alternative Faustformel unterstellt, dass – unabhängig vom Alter des Hauses – pro Quadratmeter Wohnfläche pro Monat EUR 1,00 an Rücklagen gebildet werden sollten.

Das Haus in unserem Beispiel war beim Kauf fünf Jahre alt. Nach dem unterstellten Berechnungszeitraum von 25 Jahren ist es also 30 Jahre alt.

Im Nutzungszeitraum wurden – je nach Berechnungsweg – folgende Instandhaltungsrücklagen gebildet (bzw. auch aufgebracht):

  • Bundesbauministerium EUR 25.380,00
  • Faustformel EUR 36.000,00

Wir nehmen zur weiteren Berechnung den Mittelwert von EUR 30.690,00. Ich halte diese Summe sicher nicht für zu hoch angesetzt, wenn man bedenkt, dass eine neue Heizungsanlage schon heute gut und gerne EUR 20.000,00 kostet. Aber hierfür ist ja auch die oben berechnete Abschreibung da.

Wir schreiben die Beispielrechnung fort:

Kaufpreis inkl. Zinsen                        EUR 532.600,22

+ Instandhaltungsaufwendungen     EUR 30.690,00

Gesamtsumme                                 EUR 563.290,22

 

Die Opportunitätsrechnung – Wohnen zur Miete

Sie erinnern sich noch an meine Diskussion mit meinen Freunden zum Thema „rechnet sich die eigene Immobilie finanziell“, die ich zu Beginn dieses Artikels erwähnt habe? Die Fürsprecher des eigenen Hauses haben gleich zu Beginn argumentiert, dass nach dem Kauf die Miete gespart wird. Das ist natürlich richtig. Wir rechnen daher die Kosten für das in unserem Beispiel gekauft Reihenhaus, wenn wir dieses gemietet hätten:

120 qm Wohnfläche á EUR 10,00 Kaltmiete pro qm = EUR 1.200,00 p.M. = EUR 14.400,00 p.a. Zum Vergleich nochmal: die monatliche Kreditrate beträgt EUR 1.394,67, auf das Jahr gerechnet ergibt dies EUR 16.736,04. Auf diesen Betrag addieren wir noch die Instandhaltungsrücklage von durchschnittlich EUR 1.200,00 p.a., die Gesamtsumme beträgt daher EUR 17.936,04.

Jährliche Kosten bei Kauf                  EUR 17.936,04

Jährliche Kosten bei Miete               EUR 14.400,00

            = Ersparnis bei Miete                        EUR 3.536,04

In der Mietvariante haben Sie – zu Beginn der Berechnung –  gegenüber dem Immobilienkauf gut EUR 3.500 pro Jahr mehr an Liquidität zur Verfügung. Diesen Betrag können Sie zusätzlich anlegen oder auch für Konsum, z.B. eine Urlaubsreise, verwenden. Klar ist natürlich, dass dieses Verhältnis später kippt. Die Miete wird im Lauf der Jahre teurer werden, die Darlehensrate haben Sie dagegen mit der Bank auf 30 Jahre festgebunden.

Wir bleiben bei der Berechnung bei der Kaltmiete, da Sie die Nebenkosten als Hausbesitzer ebenfalls bezahlen müssen. Als Preissteigerung für die Miete nehmen wir 2,00% p.a. an. In unserem Bespiel gehen wir von einer Nutzungsdauer von 25 Jahren aus. Auf diese gesamte Laufzeit betrachtet bezahlen Sie Ihrem Vermieter die stolze Summe von EUR 584.180,34.

Zeit wieder Bilanz zu ziehen:

Gesamtkosten für das Haus  EUR 563.290,22

Mietaufwand                         EUR 584.180,34

Vorteil für das Haus              EUR 20.890,12

Die Verfechter der Hausvariante werden sich nun bestätigt fühlen. Aber Vorsicht: Wir sind mit der Berechnung noch nicht am Ende! Sie erinnern sich, dass Sie bei der Immobilienfinanzierung nur 80% des Kaufpreises von der Bank bekommen haben? Den Rest und die Anschaffungsnebenkosten mussten Sie selbst bezahlen. In unserer Rechnung war dies ein Betrag von EUR 115.080,00. In der Mietvariante können Sie diese Summe am Kapitalmarkt anlegen.

Eigenkapital und Nebenkosten als Anlagegut

Als kluger Anleger investieren Sie diese Summe natürlich in Qualitäts-Aktien, weltweit gestreut und kostengünstig angelegt. Wir unterstellen dafür eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,00% brutto. Ja, dieser Wert ist realistisch. Zwar schwanken Aktien z.T. stark, deshalb sind sie nur zu empfehlen, wenn Sie das Kapital nicht benötigen (was nicht bedeutet, dass Sie im Notfall nicht doch darauf zurückgreifen können). Langfristig gibt es aber definitiv keine bessere Anlageklasse.

Von den 7,00% Wertzuwachs pro Jahr möchte natürlich auch Vater Staat seinen Anteil in Form von Steuern haben. Diese ändern sich immer wieder, wir unterstellen aber nun 30,00% pauschal. D.h. Sie erzielen nach Abzug der Steuern noch eine Nettorendite von 4,90% pro Jahr. Nach 25 Jahren haben Sie hierdurch die stolze Summe von EUR 380.528,00 erwirtschaftet.

Endberechnung

Im Fall des Hauses bleibt nach 25 Jahren und der Berücksichtigung der Abschreibung ein Wert von EUR 200.000,00. Bei der Mietvariante haben Sie Ihr Eigenkapital nicht in die Immobilie sondern in Aktien investiert und im hierfür einen Betrag von EUR 380.528,00 an Vermögen gebildet. Die Gegenüberstellung nach 25 Jahren ergibt folgendes Bild:

Wert Immobilie                     EUR 200.000,00

Wert Aktiendepot                  EUR 380.528,00

Mehrwert Aktiendepot         EUR 180.528,00

./. Vorteil Gesamtaufwand   EUR 20.890,12

                       = Gesamtergebnis                 EUR 159.637,88

Das Wohnen zur Miete macht hier – auf Sicht von 25 Jahren – einen Vorteil von knapp EUR 160.000,00 gegenüber dem Erwerb und Wohnen im eigen Haus aus. Und das bei einem historisch niedrigen Zinsniveau zur Finanzierung des Kredits. Aus finanzieller Sicht also ein klarer Vorteil für die Mietvariante.

Unabhängig von dieser Berechnung möchte ich Ihnen noch folgende Punkte im Hinblick auf die Variante „Eigenheim“ zu bedenken geben:

  • Zumeist besitzen Anleger nur eine oder wenige Immobilien, da diese in der Anschaffung sehr viel kosten. Hierdurch entsteht ein hohes „Klumpenrisiko“. Ihre Wertpapieranlage können Sie dagegen über viele verschiedene Positionen streuen. Ein „faules Ei“ macht Ihnen hier in der Relation deutlich weniger Probleme.
  • Fehlende Liquidität, ein Verkauf der Immobilie kann sich mitunter sehr lange hinziehen.
  • Im Falle von Erbschaften oder Schenkungen (in der Höhe über den gesetzlichen Freibeträgen) muss Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer bezahlt werden. Hat der Erbe / Beschenkte nicht ausreichend Barmittel, muss die Immobilie schnell (und möglicherweise zum ungünstigen Zeitpunkt) verkauft werden um mit dem Erlös die Steuer zu entrichten. Alternativ kann auch ein Darlehen zur Begleichung der Steuer aufgenommen werden, was natürlich wieder Zins kostet und Liquidität bindet.
  • Momentan ist das Preisniveau für Immobilien sehr hoch, z.T. wird schon von Blasenbildung gesprochen.
  • Scheidung: so schlimm diese Situation schon an und für sich ist, verkaufen Sie mal gemeinsam mit Ihrem Ex-Partner in dieser Situation das Eigenheim. Wenn der Kaufinteressent dann auch noch von Ihrer Scheidung erfährt, kann er ggf. den Preis drücken, da Sie den Verkauf schnell abschließen wollen.
  • Finden Sie in einer anderen Stadt einen attraktiveren Job können Sie Ihre gemietete Immobilie in einem überschaubaren Zeitraum kündigen und ziehen einfach um. Mit dem eigenen Haus ist dies deutlich aufwendiger.
  • Im Laufe der Jahre ändert sich Ihr Geschmack auch im Hinblick auf Immobilien. Vielleicht wollen Sie dann gar nicht mehr in der lebhaften Reihenhaussiedlung in der Großstadt sondern viel lieber auf dem Land leben?
  • Gerade im Alter wird die eigene Immobilie oft zur Belastung. Sie haben nicht mehr die Lust und die Energie sich um Haus und Garten zu kümmern. Andererseits kostet das Haus den gleichen Unterhalt wie zuvor, obwohl Sie bei Weitem nicht mehr so viel Platz benötigen. Die Aufwendungen für Renovierungen gehen bei älteren Objekten eher noch nach oben.
  • Das Wertpapierdepot, dass Sie bei der Mietvariante gebildet haben, eignet sich dagegen ideal dazu, das Leben nach Pensionsantritt zu genießen: Sie lassen sich davon einfach monatlich einen festen Betrag überweisen, mit dem Sie sich zusätzlich zur Rente Ihren gewünschten Lebensstandard leisten können.

Fazit: Aus meiner – finanziellen – Sichtweise spricht Vieles für die Mietvariante. Die emotionale Sicht lasse ich hier außen vor. Welche Variante letztendlich für Sie die bessere ist, müssen Sie selbst entscheiden. Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinem Beitrag einige neue Aspekte aufzeigen und wünsche Ihnen immer ein schönes Wohnen. Egal ob im Eigenheim oder in Ihrer gemieteten Immobilien.

Erstellen Sie Ihre Patientenverfügung!

Mit einer Patientenverfügung geben Sie Anweisungen für Ärzte und medizinischem Personal für Ihre Behandlung. (Credit: Gerd Altmann / Pixabay)

Vor Kurzem berichteten die deutschen Medien über einen tragischen Fall: Eine bekannte deutsche Schauspielerin brach zusammen, die Ärzte diagnostizierten Krebs und versetzten die Patientin sofort in ein künstliches Koma. Soweit schon ein äußerst schwerer Schicksalsschlag für die die Schauspielerin und ihre Familie.

Besonders problematisch wurde der Fall, da die Erkrankte keine Patientenverfügung erstellt hatte und damit den Ärzten und Angehörigen keine Vorgaben über ihre medizinische Behandlung machte. Zwar war wohl in der Familie immer wieder darüber gesprochen worden, dass im Ernstfall keine lebensverlängernden Maßnahmen ergriffen werden sollen, rechtlich verbindlich sind solche Äußerungen jedoch nicht. Es blieb der Familie nichts anderes übrig als darauf zu hoffen, dass die Frau wieder aus dem Koma erwacht, um selbst zu ihren Wünschen und Vorgaben befragt zu werden. Doch dazu kam es leider nicht mehr, die Patientin verstarb nach knapp zwei Wochen im Koma.

Ich möchte diesen traurigen Fall zum Anlass nehmen Ihnen zu empfehlen eine Patientenverfügung – falls noch nicht vorhanden – zeitnah abzuschließen. Dies gilt für Menschen in jedem Alter, nicht nur für betagte Senioren oder Schwerkranke. Wie der geschilderte Fall zeigt, treten Krankheiten oft sehr schnell mit gravierenden Auswirkungen ein, Selbiges gilt für einen Unfall mit schweren Verletzungen.

Eine Patientenverfügung sollte jeder – unabhängig vom Alter – für sich erstellen. (Credit: Moritz320 / Pixabay)

Die Patientenverfügung regelt, welche medizinischen Maßnahmen ergriffen werden sollen, wenn Sie selbst nicht mehr ansprechbar bzw. nicht in der Lage sind Entscheidungen zu treffen. Sie geben dabei vor, welche ärztlichen Eingriffe gewünscht sind und welche Sie nicht durchführen lassen möchten.

Mit der Patientenverfügung stellen Sie sicher, dass nur die von Ihnen vorgesehenen Maßnahmen ergriffen werden, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, Ihren Willen zu äußern. Die Patientenverfügung ist für alle beteiligten Personen bindend, im Zweifel entscheidet ein Gericht über Ihre Vorgaben.

Der Inhalt einer Patientenverfügung ist sehr persönlich und lässt sich nicht pauschal festlegen. Manche Menschen haben Angst, dass ihnen nicht die optimale medizinische Betreuung zugeführt wird, andere widerum wollen keine lebensverlängernden Maßnahmen an sich durchführen lassen.

Die Patientenverfügung muss schriftlich erstellt werden und mit ihrem Vor- und Nachnamen unterschrieben werden. Es ist sehr wichtig, die Vorstellungen über ihre medizinische Behandlung konkret aufzuschreiben. Hier empfehle ich Ihnen, diese mit einem Arzt oder einer andere fachkundigen Person zu besprechen.

Alternativ kann die Patientenverfügung auch von einem Notar beglaubigt werden. Bei Bedarf kann der Inhalt jederzeit wieder verändert werden. Es ist – wie bei allen Vollmachten und Verfügungen – empfehlenswert, diese regelmäßig auf Aktualität hin überprüfen zu lassen. Informieren Sie eine (oder besser mehrere) Vertrauensperson(en) darüber, dass Sie eine Patientenverfügung erstellt haben und wo diese verwahrt wird.

Am besten übergeben Sie besonders engen Familienmitgliedern eine Kopie. Wichtig ist, dass die Patientenverfügung im Ernstfall schnell griffbereit ist. Haben Sie hierüber nur eine Person informiert und diese befindet sich gerade auf einer mehrwöchigen Urlaubsreise, hilft dies nicht weiter. Informieren Sie auch Ihre medizinischen Betreuer (z.B. Ärzte oder Pflegepersonal) hierüber.

Für viele Menschen ist es schwierig sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass nach dem Abschluss der eigenen Patientenverfügung oftmals ein gutes Gefühl der Erleichterung einsetzt, da nun alles gemäß den eigenen Vorstellungen geregelt ist. Übrigens erkrankt nicht jeder sofort, nur weil er eine Patientenverfügung abgeschlossen hat.

Im Bedarfsfall bin ich Ihnen gerne behilflich, Kontakt zu Spezialisten herzustellen oder Unterlagen zur Verfügung zu vermitteln. Weiterführende Informationen finden Sie z.B. beim Deutschen Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

 

Zertifikate Awards 2016

 

Zertifikate Award 2016: Veranstalter, Sieger und Jury – Credit Thomas Ecke

Auch in diesem Jahr durfte ich wieder in der Jury zu den Zertfikate Awards mitwirken, die diesmal – in bewährter Manier – von „Der Zertifikate Berater“ und dem neuen Partner „n-tv“ veranstaltet wurden.

Die Preisverleihung war wirklich spannend! Die DZ Bank hat bis zur letzten Kategorie geführt, wurde dann aber noch auf der Ziellinie von der Commerzbank überholt.

Herzlichen Glückwunsch an die diesjährigen Gesamtsieger:

  1. Commerzbank
  2. DZ Bank
  3. Deutsche Bank

Besonders gefreut hat mich, dass ich diesmal die Laudatio auf die „Bonus-Zertifikate“ halten durfte, eine meiner Meinung nach sehr interessante Anlageklasse.

Laudatio auf die Bonus-Zertifikate – Credit Thomas Ecke

Hier durfte ich folgenden Siegern die Awards überreichen:

  1. DZ Bank
  2. Société Générale
  3. BNP Paribas
Die Gewinner der Kategorie „Bonus-Zertifikate“ mit Florian Herfurth – Credit Thomas Ecke

Das Gesamtergebnis können Sie direkt auf der Seite der Zertifikate-Awards nachgelesen werden.

Gratulation auch an Tobias Krammer und das Team von „Der Zertifikate-Berater“, die die Awards auch in diesem Jahr wieder sehr gut organisiert und durchgeführt haben! Ich freue mich schon auf die nächstjährige Ausgabe und bin gespannt, wer dann gewinnen wird.

Sieben Gründe, warum eine Geldanlage in der Schweiz interessant ist

Die Schweiz – hier Luzern – ist nach wie vor eine interessante Destination für die Vermögensanlage. (Credit: Werner Sidler / Pixabay)

Euro-Krise, Abschaffung des Bargelds, Bürokraten-Wahnsinn aus Brüssel: Viele Punkte verunsichern momentan deutsche Anleger und lassen sie darüber nachdenken, ob ihr Vermögen in Deutschland bzw. bei deutschen Banken gut und sicher aufgehoben ist.

Grundsätzlich hat jeder EU-Bürger das Recht, sein Geld weltweit anzulegen. Die Freiheit des Kapitals ist gesetzlich als eine der vier Grundfreiheiten garantiert.

Aus meiner Praxis weiß ich aber, dass deutsche Anleger überwiegend in Deutschland anlegen bzw. in den Euro investieren. Diese Heimatorientierung ist kein rein deutsches Phänomen sondern kommt weltweit vor. Anleger glauben, dass die Risiken der vertrauten Heimatregion besser eingeschätzt werden können. Was nicht bedeutet, dass die Risiken in Deutschland bzw. der EU tatsächlich geringer sind!

Es gibt jedoch keinen sinnvollen Grund, alle „Eier in einen Korb zu legen“. Im Gegenteil, Finanzexperten sind sich darin einig, dass die Risikostreuung – sei es über verschiedene Anlageklassen, Banken oder nationale Rechtssystem – die Rendite und Sicherheit gegenüber einer wenig diversifizierten Anlagestrategie erhöht. Das gilt in turbulenten Zeiten erst recht!

Ich stelle Ihnen hier sieben Gründe vor, warum eine Kapitalanlage in der Schweiz für Sie interessant sein kann:

  1. Geldanlage außerhalb der EU

Die Schweiz ist bekanntlich kein Mitglied der EU. Eine Vermögensanlage bei den Eidgenossen bietet daher den Vorteil, dass die Bestimmungen der EU dort nicht gelten. Die Schweiz gilt – gerade gegenüber der EU – als sicherer Geldanlage-Hafen.

  1. Franken statt Euro

Das Vertrauen in den Euro ist getrübt – nicht zuletzt durch die andauernde Griechenland-Krise. Auch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten anderer Mitgliedstaaten, wie z.B. Italien, Spanien oder Portugal, drücken immer wieder auf den Euro-Kurs.

Der Franken hingegen hat gegenüber dem Euro in den letzten zehn Jahren kontinuierlich an Wert gewonnen. Für Euro-Skeptiker ist eine (teilweise) Anlage ihres Vermögens in Franken eine interessante Diversifikation.

Ich muss jedoch darauf hinweisen, dass diese historische Entwicklung keine Garantie für die künftige Entwicklung des Franken-Euro-Kurses darstellt.

Zuletzt kamen von deutschen und EU-Politikern immer wieder Überlegungen auf, das Bargeld komplett abzuschaffen. Konkret im Gespräch ist der 500-Euro-Schein. Es ist richtig, dass hierdurch Schwarzarbeit, Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung eingedämmt werden können. Anderseits beschränkt es die individuelle Freiheit der Bürger darin und verschärft Kontrolle und Überwachung.

Die Schweiz besitzt mit dem 1.000-Franken-Schein die größte Banknote in Europa und die zweitgrößte weltweit (nach dem 10.000-Dollar-Schein aus Singapur). Die Schweiz will auch hieran festhalten: Ab 2019 soll die aktuelle 1.000-Note durch eine neue ersetzt werden.

Es gibt sogar Überlegungen, einen 5.000-Franken-Schein einzuführen. Das ist von der Schweizer Nationalbank umgesetzt wird, gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Wer einen Teil seines Vermögens in Bargeld aufbewahren möchte, findet auch hier im Schweizer Franken eine Alternative zum Euro.

Unabhängig davon können Sie bei den meisten Schweizer Banken auch Konten auf andere Währungen führen, wie z.B. Euro, US Dollar oder britische Pfund.

  1. Schutz der Privatsphäre

Um es gleich vorweg zu nehmen – das Schweizer Bankgeheimnis bietet keinen Schutz mehr in steuerlicher Hinsicht. Ab 2018 fällt das Bankgeheimnis für – aus Schweizer Sicht – Ausländer komplett. Dann werden Kontodaten mit Deutschland ausgetauscht. Diese beinhalten u.a. Name und Adresse des Kontoinhabers sowie Informationen zum Kontostand, Zins- und Dividendenerträgen.

In Deutschland können Behörden bereits heute mit der so genannten „Kontenevidenz“ Einblick in die Konten der Bürger nehmen. Und dies, ohne dass die Banken über diese Abfragen informiert werden, geschweige denn der Kontoinhaber selbst.

Allerdings wird bei vielen Schweizer Banken stärker auf den Schutz der Privatsphäre geachtet, als ich das von vielen deutschen Banken kenne. Viele Anleger sind auch aus diesen Gründen mit ihren Vermögensanlagen nicht Kunde bei ihren lokalen Banken (Sparkasse, Genossenschaftsbank…), da die Vermögensverhältnisse „vor Ort“ einfach nicht bekannt sein sollen. Sie fühlen sich wohler, wenn das Geld in der „Alpenfestung“ Schweiz deponiert ist und erst gar nicht die Gefahr besteht, dass am Banker-Stammtisch Informationen zu Kunden ausgetauscht werden.

  1. Einlagensicherung

In der Schweiz sind Anlagen auf Konten pro Kunde bis zu einem Betrag von CHF 100.000 geschützt. Die so genannten „privilegierten Einlagen“ sollen im Falle eines Bankkonkurses möglichst rasch ausbezahlt werden. Anlagesummen über CHF 100.000 gelten nicht mehr als „privilegiert“ und werden anhand der Konkursquote ausbezahlt (die so genannte „Konkurs-Dividende“). Übrigens, Wertpapier, wie z.B. Aktien oder Fonds, gelten als Sondervermögen (= Eigentum des Kunden) und fallen damit nicht in die Konkursmasse.

Ich empfehle generell, das Vermögen auf verschiedene Banken und Rechtssysteme zu verteilen. Sollte eine Bank in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten oder Gesetze in einem Land zu Ihren Ungunsten verändert werden, liegt Ihr Vermögen gut gestreut bei unterschiedlichen Instituten.Watch Full Movie Online Streaming Online and Download

  1. Steuern

Auch hier gleich zu Beginn der deutliche Hinweis: die Zeiten, in den in der eine Geldanlage in der Schweiz (illegal) dazu missbraucht wurde, um keine Steuern zu zahlen, sind definitiv vorbei. Die Schweiz will kein Schwarzgeld mehr!

Aber: Durch das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und der Schweiz werden bei Kapitalerträgen (z.B. Zinsen oder Kursgewinne) auf dem Schweizer Konto keine Steuern belastet. Natürlich müssen diese Erträge im Rahmen der nächsten Steuerklärung in Deutschland angegeben und versteuert werden.

Bei einem Zinsniveau von z.B. 3% auf Tagesgeldkonten würde dies einen Steuerstundungseffekt bedeuten. Im Rahmen des aktuellen Nullzinsniveaus bringt dies jedoch – momentan – kaum monetäre Zusatzerträge.

Bei Dividenden von Schweizer Aktien behält der dortige Fiskus 35 % Quellensteuer ein. Deutschland würde hier zusätzlich weitere 25% Abgeltungsteuer einbehalten – was durch das DBA verhindert wird. In Deutschland sind nun 15% der bereits abgezogenen Schweizer Steuer auf die deutsche Abgeltungsteuer anrechenbar – die restlichen 20% kann sich der Anleger von den Schweizer Finanzbehörden zurückholen.

Wer dies bereits einmal versucht hat weiß, dass dies ein aufwändiges Verfahren ist (wenn es auch in der Schweiz einfacher als in anderen Ländern durchzuführen ist). Bestimmte Schweizer Banken bieten ihren ausländischen Kunden an, dies direkt für sie zu übernehmen. Dadurch sparen Sie Zeit und Arbeitsaufwand und können dieses Kapital sofort wieder anderweitig investieren.

  1. Politische und wirtschaftliche Stabilität

Die Schweiz steht sinnbildlich für eine liebens- und lebenswerte Region in der Wohlstand und Sicherheit zum Standard gehören. Sie genießt einen hervorragenden Ruf als Finanzplatz, aber auch aufgrund ihrer wirtschaftlichen und politischen Stabilität. Auch die Schweizer Banken gelten als eine der sichersten weltweit.

Die Gesetze zum Schutz der Verbraucher sind ähnlich streng wie ihre Pendants in der EU.

  1. Kulturelle Gemeinsamkeiten

Nicht zuletzt die gemeinsame deutsche Sprache erleichtert die Zusammenarbeit mit Schweizer Banken. Auch ist die Schweiz für die meisten Deutschen wesentlich einfacher zu erreichen als viele andere Länder.

Immobilien – eine dauerhaft gute Anlage?

Viele Anleger schätzen Immobilien als gute Geldanlage. Gerade im Zeitalter des Nullzinsniveaus wechseln viele Investoren von Anleihen oder Sparprodukten zu Immobilien. Grundsätzlich empfehle ich auch hier, auf eine gesunde Risikostreuung zu achten. Immobilien sollten ca. 30% des Gesamtvermögens, keinesfalls aber mehr als 50% ausmachen.

Ein Investment in Immobilien ist sehr langfristig zu betrachten, da diese – wie der Name schon sagt – eben immobil sind. Stellen Sie sich vor dem Kauf, oder auch als bereits investierter Kapitalanleger, immer wieder die Frage, ob das Objekt auch auf Sicht von 10 – 20 Jahren noch am Markt gefragt sein wird. Aufgrund des demographischen Wandels wird sich der Bedarf an Immobilien verändern, z.B.:

  • Der Anteil der jüngeren Bevölkerung sinkt, dafür wird es immer mehr Senioren geben. Ist das Objekt auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet?
  • Manche Regionen werden regelrecht entvölkert – andere Landstriche gelten als Zuzugsgebiet.

Um zu sehen, wie sich dies in der Regionen Ihrer Immobilie auswirkt, können Sie sich mit dem „Wegweiser Kommune“ der Bertelsmann Stiftung anzeigen lassen, wie sich die Bevölkerung bis ins Jahr 2030 voraussichtlich entwickeln wird (hier am Beispiel meiner Heimatstadt Kempten/Allgäu). Dies gibt nützliche Hinweise, welche Sie auch in den Bewertung Ihrer (geplanten) Immobilien einfließen lassen können.