Der Blog – Finanzplanung im Ruhestand

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie sind hier richtig, wenn Sie sich mit der Finanzplanung für Ihren Ruhestand beschäftigen. Egal, ob Sie sich bereits im Ruhestand oder in der Vorbereitung hierauf befinden. Außerdem ist diese Internetseite gerne für auch für diejenigen, die Familienmitgliedern im Ruhestand unterstützen, weil sie sich selbst nicht mehr um ihre Angelegenheiten kümmern können oder wollen. Immer aus der finanziellen Perspektive, allerdings mit den Menschen und ihren individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Wenn Sie mehr über mich erfahren möchten, können Sie gerne einen Blick auf meine Vita werfen.

Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Der medizinische Fortschritt, ein besseres Gesundheitsbewusstsein, verbesserte Arbeitsbedingungen und weitere Faktoren tragen dazu bei, dass die Lebenserwartung pro Dekade um 2,5 Jahre ansteigt. Über 40% der Bevölkerung sind heute schon über 50 Jahre alt – und der Anteil dieser Bevölkerungsgruppe wird weiter anwachsen. Die über 80jährigen sind mittlerweile die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe.

Es sind doch eigentlich erfreuliche Zukunftsaussichten immer älter zu werden. „Eigentlich“ ja. Was fehlt sind junge Menschen, die mit ihren Sozialversicherungsbeiträgen die Rente der Älteren finanzieren. Hinzu kommt, dass eben die höhere Lebenserwartung größeren Finanzbedarf für jeden einzelnen Pensionär bedeutet. Zusätzlichen Sprengstoff bringt die Tatsache hinein, dass im hohen Lebensalter der Bedarf an medizinischer Versorgung und Pflege steigt. Statistisch werden zwei von drei Frauen und die Hälfte aller Männern pflegebedürftig. Der Pflegezeitraum beträgt dabei rund sechs bzw. sieben Jahre, ambulant sowie stationär. Der rein stationäre Aufenthalt dauert bei Frauen durchschnittlich drei Jahre, bei Männern ungefähr eineinhalb Jahre. Für diese Aufenthaltsdauer ist – je nach Lage und Ausstattung des Heims – ohne Probleme eine private Zuzahlung von über EUR 100.000 möglich. Dafür wird zuerst das eigene Vermögen verbraucht, danach werden Ehepartner oder Kinder zur Kasse gebeten. Die Sozialbehörden übernehmen diese Kosten erst, wenn keine anderen Finanzmittel mehr vorhanden sind.

Nach dem Abschluss des beruflichen Lebenswerks freuen sich die meisten nun in den wohlverdienten Ruhestand einzutreten. Nach einem stressigen und zeitintensiven Arbeitsleben, indem es womöglich gegen Ende schwierig wurde, mit den fortlaufenden Veränderungen, immer wieder neuen rechtlichen Anforderungen und der zunehmenden Digitalisierung mitzuhalten wartet nun ein Lebensabschnitt mit viel Freizeit. Viele Menschen sind zu Beginn ihres Ruhestands körperlich und geistig fit, sie sind aktiv und unternehmen viel. Wenn dieser neue Lebensabschnitt auch in finanzieller Hinsicht gut geplant ist, steht einem angenehmen Leben als Ruheständler nichts mehr im Weg.

Es ist leicht nachvollziehbar, dass die deutlichen Veränderungen aus dem demografischen Wandel auch Notwendigkeit einer individuellen Finanzplanung mit sich bringen. War es vor 20 Jahren noch vollkommen ausreichend, neben einem Sparbuch, einer Rentenversicherung noch ein kleines Wertpapierdepot mit Bundesschatzbriefen zu haben, deckt dies die Anforderungen für einen Ruhestand mit dem gewünschten Lebensstandard heute bei Weitem nicht mehr.

So muss das „Langlebigkeits-Risiko“ finanziell abgedeckt und die Anlagestrategie so ausgerichtet sein, um auch eine mögliche Pflege finanzieren zu können. Auch gilt es mit Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten vorausschauend Vertrauenspersonen einzubinden, die im Ernstfall dafür sorgen können, dass der eigene Wille gegenüber Ärzten, Pflegepersonal und Behörden durchgesetzt werden kann.

Gleichzeitig haben viele Menschen auch den Wunsch, Teile Ihres Vermögens an die nächste Generation zu übergeben ohne dass dieses komplett für die medizinische Versorgung und Pflege, die Inflation aber auch vermeidbare Steuerzahlungen, aufgefressen wird.

Ich möchte meine Erfahrung in diesem Blog zu veröffentlichen um damit den Menschen auf der Vorbereitung zum Ruhestand bzw. wenn sie sich bereits im Ruhestand befinden einen Wegweiser an die Hand geben zu können, welche Schritte notwendig sind, um den Lebensabend wie gewünscht (…im Rahmen der vorhandenen finanziellen Möglichkeiten…) genießen zu können. Die hier verfassten Inhalte können natürlich keine umfassende Beratung ersetzen, die auf die individuellen Bedürfnisse seiner Leser eingeht. Allerdings sollen sie die eine oder andere Möglichkeiten aufzeigen, was bei einer Ruhestands- und auch Nachfolgeplanung wichtig ist. Damit soll es möglich sein, mit Finanzberatern besser auf Augenhöhe zu agieren, die Sinnhaftigkeit mancher Empfehlungen zu beurteilen und auch ein besseres Gespür für eine faire bzw. überzogene Preisgestaltung zu entwickeln. Wer mag, kann sich einzelne passende Bausteine herausnehmen und für sich selbst umsetzen.

Natürlich können Menschen ab einem Alter von 60 Jahren unmöglich pauschal behandelt werden. Schließlich sind hier Personen betroffen, die noch im Berufsleben stehen, aber doch schon mit einem Auge in Richtung Ruhestand blicken. Zum anderen gibt es die Gruppe der gerade in die Rente eingetretenen Personen, die sich gedanklich jedoch mit dem Thema Pflege, Vermögensübergabe an die nächste Generation und schlussendlich auch dem eigenen Tod beschäftigen. Im Herbst des Lebens gilt es jedoch auch diejenigen zu betrachten, die sich nicht mehr um sich selbst und damit auch Ihre Finanzen kümmern können, sondern hierbei Hilfe benötigen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude und gute Anregungen beim Lesen!

Ihr

Florian Herfurth

PS: Auch ich will mich weiterentwickeln. Wenn Sie Anregungen, Tipps oder Kritik zu diesem Blog haben, dann schicken Sie mir doch eine Nachricht. Ich freue mich auf Ihre Nachricht und werde Ihre Hinweise gerne in meinen nächsten Publikationen, Vorträgen und Beratungen berücksichtigen.