Kummerkasten – mein neues Projekt

Projekt Kummerkasten

Mit meinem Projekt Kummerkasten unterstütze ich Menschen im Ruhestand dabei, eine faire Finanzberatung zu erhalten

Seniorinnen und Senioren sind bei Finanzdienstleistern gern gesehene Kunden: sie Vertrauen ihrem Berater oft blind und folgen manchmal Empfehlungen, ohne diese richtig verstanden zu haben. Vielen lebenserfahrenen Menschen ist es peinlich, zu oft nachzufragen oder zuzugeben, etwas nicht richtig zu verstehen. Im Nachhinein stellt sich zum Teil heraus, dass nur Produkte verkauft wurden, an denen der Verkäufer die höchste Provision erhält. Für den Kunden sind jedoch häufig nur negative Punkte dabei:

  • das finanzielle Risiko ist zu hoch,
  • die Rendite zu niedrig
  • oder die Laufzeit ist zu lange.

Mich macht dies wütend, gerade weil ältere Menschen mit ihrer Lebensleistung dazu beigetragen haben, dass die jüngeren Generationen vom heutigen Wohlstand in Deutschland profitieren. Durch mein langjähriges Expertenwissen bin ich in der Lage zu beurteilen, wann eine Finanzberatung richtig und – im Hinblick auf den tatsächlichen Bedarf des Kunden – angemessen war und wann jemand „über den Tisch gezogen wurde“. Um hier mehr Aufklärungsarbeit und auch Prävention zu leisten habe ich mein Projekt “Kummerkasten” gestartet.


Sie haben einen Praxifall für das Projekt “Kummerkasten”? Hier können Sie mich erreichen.


Beschreibung Projekt Kummerkasten

Im Rahmen des Projekts Kummerkasten werde Fälle von Finanzberatungen prüfen, bei denen sich Ruheständler benachteiligt fühlen. Diesen Vorgänge werde ich nachgehen und mich im Rahmen des nachfolgenden Ablaufs mit einbringen. Diese Projektphase habe ich bis zum 31.05.2019 vorgesehen. Im Anschluss werde ich meine Erkenntnisse aus den Praxisfällen in einem Buch veröffentlichen, um so (ältere) Menschen im Umgang mit Finanzberatung zu sensibilisieren und möglichen Missbrauchsfällen vorzubeugen. Zur Begleitung suche ich noch Medienpartner die Interesse haben über dieses Projekt zu berichten.

Teilnahmevoraussetzungen

Ich suche Menschen, die im Rahmen einer Finanzberatung falsch beraten oder denen sehr hohe Gebühren (deutlich über Marktniveau) verrechnet wurden. Bevor ich den Fall annehme, müssen folgende Gegebenheiten erfüllt sein:

  • Der Kunde hat bereits bei seinem Finanzdienstleister schriftlich reklamiert, jedoch keine zufriedenstellende Antwort erhalten.
  • Er beschreibt den Vorgang aus seiner Sicht und lässt mir alle notwendigen Unterlagen zu dem Sachverhalt zukommen.
  • Ich schaue mir den Vorgang an und bilde mir meine Meinung dazu.
  • Wir telefonieren, ich schildere dem Anleger meine Wahrnehmung zum Sachverhalt und wir stimmen die weitere Vorgehensweise ab.

Diese wird meistens so ablaufen: Der Kunde wendet sich nochmal schriftlich an den Finanzdienstleister, so wie wir dies abgestimmt haben. Ich arbeite bei der Erstellung des Schreibens mit. Meistens wird dies an die Beschwerdestelle, ggf. aber auch schon an den Vorstand adressiert. Hierbei können sich die Kunden auf mich beziehen. Sollte dies wieder nicht zum gewünschten Ergebnisse führen, stehen folgende Eskalationswege offen, die wir gemeinsam abstimmen:

  • Ich wende mich an die Bank und stelle ggf. klar, dass wir ohne Problemlösung den Fall öffentlich machen werden bzw. mit einer der nachfolgenden genannten Eskalationsstufen fortfahren:
  • Wir wenden uns an den Ombudsmann und versuchen über ihn eine Lösung zu erzielen
  • Der Verbraucherschutz wird eingeschaltet
  • Der Fall wird an einen darauf spezialisierten Rechtsanwalt weitergeleitet

Da jeder Fall anders ist, können wir ggf. auch eine individuelle Lösung ausarbeiten und gemeinsam umsetzen.

Oft einfache Lösung möglich

In vielen Fällen reicht schon ein Brief an die Beschwerdestelle, um zumindest eine Klarstellung des Problems zu erreichen. Spätestens bei der Eskalation an den Vorstand oder die Geschäftsleitung wird dieser bemüht sein, den Fall gütlich zu regeln, sofern tatsächlich Fehler gemacht wurden. Die Finanzdienstleister wissen, dass es mit großen Aufwänden verbunden ist, einen womöglich sogar gerichtlichen Rechtsstreit durchzuführen, gerade wenn die Angelegenheit dadurch in die Öffentlichkeit kommt.

Es ist natürlich möglich, dass den Vorgang und die Zusammenarbeit mit mir jederzeit stoppen. Ich schildere meine Sichtweise und gebe Empfehlungen, wie der Fall gelöst werden könnte. Der Kunde entscheidet, wie er vorgehen möchte.

Klarstellen möchte ich auch, dass dieses Projekt keine pauschale Finanzdienstleister-Kritik ist. Ich habe selbst 27 Jahre in Banken gearbeitet und weiß, dass sich viele Berater den Interessen ihrer Kunden verpflichtet fühlen und sehr gute Arbeit leisten. Allerdings gibt es – wie in jeder Branche – auch hier schwarze Schafe, die immer wieder mit den gleichen Tricks ihre Kunden übervorteilen. Und um jene geht es mir, nicht um den seriös arbeitenden Berater.

Die Kosten

Ich erbringe die beschriebenen Dienstleistungen im festgelegten Zeitraum kostenfrei. Wenn der Teilnehmer mit mir zufrieden war wird er eingeladen, einen Obolus an eine soziale Einrichtung zu spenden (Zweck: Förderung von Seniorenprojekten), was jedoch freiwillig ist.


Sie haben Probleme mit einem Finanzdienstleister? Im Rahmen meines Projekts “Kummerkasten” kann ich Ihnen vielleicht helfen. Nehmen Sie mit mir Kontakt auf!


Ausschlüsse

Der Kummerkasten ist dafür vorgesehen, Ruheständler zu unterstützen, wenn sie bei Reklamationsfällen bei ihrem Finanzdienstleister nicht weiterkommen und ohne konkreten und zufriedenstellenden Lösungsvorschlag abgewimmelt werden.

In folgenden Punkten werde ich nicht aktiv werden (Beispiele):

  • Ich bin weder Rechtsanwalt noch Steuerberater und darf daher weder rechtlich noch steuerlich beraten. Allerdings bin ich mit über 28 Jahren Bankerfahrung mit allen Vorgängen bei Finanzdienstleistern gut vertraut und kenne die typischen Probleme und Schwierigkeiten, die bei einzelnen Bankprodukten auftreten. Sofern es notwendig ist, einen rechtlichen oder steuerlichen Experten hinzuzuziehen, kann ich gerne kompetente Ansprechpartner empfehlen.
  • Der Finanzdienstleister hat im Rahmen der rechtlichen Vorgaben korrekt beraten, allerdings entwickelt sich die gewünschte Anlage nicht wie erwartet.
    • Beispiel: Es wurde empfohlen, deutsche Aktien zu kaufen. Der Kunde wurde über die Risiken hierzu aufgeklärt und war damit einverstanden, entsprechend Kursverluste in Kauf zu nehmen. Der Aktienmarkt fällt, nachdem der Kauf durchgeführt wurde. Dies ist zwar bedauerlich, jedoch hat die Bank korrekt über mögliche Kursverluste im Vorfeld informiert.

Weitere Ausschlusskriterien

  • Ich führe im Rahmen dieses Projekts keine Anlageberatung durch. Wenn dies gewünscht ist, kann ich gerne Empfehlungen über gute Finanzdienstleister aussprechen.
  • Ich verhandle keine Gebühren für den Kunden. Sollte seitens des Beraters jedoch eine regelrechte Abzocke betrieben werden, schalte ich mich gerne mit ein. Die Grenze zwischen „hohe Gebühren, aber noch im Rahmen“ und „unverschämt“ müssen wir je nach Fall individuell abstimmen.
  • Das Projekt Kummerkasten ist nur für Menschen im Ruhestand vorgesehen, wobei die Fälle gerne auch über Angehörige oder Freunde weitergeleitet werden können.
  • Der Anleger ist nicht bereit, mir alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen und meine Fragen vollumfänglich zu beantworten. In diesem Fall kann ich mir kein umfassendes Bild machen. Das ist jedoch notwendig, um den Fall zu bearbeiten.

Auch ohne Angabe von diesen aufgeführten Gründen behalte ich mir vor, Anfragen abzulehnen. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn ich zu viele Nachfragen erhalte. Mir ist es wichtig, lieber weniger Fälle gründlich zu bearbeiten als viele nur oberflächlich. Damit wäre niemand geholfen.


Die Mitarbeit der Finanzdienstleistungs-Kunden

Um die Probleme der Ruheständler zu lösen ist es notwendig, dass die Kunden daran aktiv mitarbeiten. Dafür sind folgende Punkte notwendig:

  • Sie schildern mir den Sachverhalt vollumfänglich und beantworten alle Fragen dazu. Auch lassen sie mir alle Unterlagen zukommen, damit ich den Fall vollumfassend beurteilen kann.
  • Sie sind bereit, dass der Fall veröffentlicht werden kann. Selbstverständlich in anonymisierter Form, Ihre Privatsphäre ist jederzeit geschützt! Wir können durch die Veröffentlichung vielleicht dazu beitragen, dass andere Menschen nicht das gleiche Problem wie Sie erleiden. Die Veröffentlichung kann durch Medienpartner als auch im Rahmen meines Buchs zu diesem Projekt erfolgen.
  • Für meine Tätigkeit verrechne ich in dem festgelegten Zeitraum kein Honorar, der Ratsuchende trägt jedoch evtl. anfallende Nebenkosten oder Honorare von Dritten (z.B. Rechtsanwälte oder Steuerberater).

Es würde mich freuen, wenn ich mit dem Projekt Kummerkasten Ihr Interesse geweckt habe. Sei es als betroffener Kunde, als Angehöriger oder auch als Journalist, der über das Projekt öffentlich berichten möchte. Kommen Sie gerne auf mich zu, ich freue mich über Ihre Nachricht.

Ihr Florian Herfurth

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