Zertifikate Awards 2016

 

Zertifikate Award 2016: Veranstalter, Sieger und Jury – Credit Thomas Ecke

Auch in diesem Jahr durfte ich wieder in der Jury zu den Zertfikate Awards mitwirken, die diesmal – in bewährter Manier – von „Der Zertifikate Berater“ und dem neuen Partner „n-tv“ veranstaltet wurden.

Die Preisverleihung war wirklich spannend! Die DZ Bank hat bis zur letzten Kategorie geführt, wurde dann aber noch auf der Ziellinie von der Commerzbank überholt.

Herzlichen Glückwunsch an die diesjährigen Gesamtsieger:

  1. Commerzbank
  2. DZ Bank
  3. Deutsche Bank

Besonders gefreut hat mich, dass ich diesmal die Laudatio auf die „Bonus-Zertifikate“ halten durfte, eine meiner Meinung nach sehr interessante Anlageklasse.

Laudatio auf die Bonus-Zertifikate – Credit Thomas Ecke

Hier durfte ich folgenden Siegern die Awards überreichen:

  1. DZ Bank
  2. Société Générale
  3. BNP Paribas
Die Gewinner der Kategorie „Bonus-Zertifikate“ mit Florian Herfurth – Credit Thomas Ecke

Das Gesamtergebnis können Sie direkt auf der Seite der Zertifikate-Awards nachgelesen werden.

Gratulation auch an Tobias Krammer und das Team von „Der Zertifikate-Berater“, die die Awards auch in diesem Jahr wieder sehr gut organisiert und durchgeführt haben! Ich freue mich schon auf die nächstjährige Ausgabe und bin gespannt, wer dann gewinnen wird.

Sieben Gründe, warum eine Geldanlage in der Schweiz interessant ist

Die Schweiz – hier Luzern – ist nach wie vor eine interessante Destination für die Vermögensanlage. (Credit: Werner Sidler / Pixabay)

Euro-Krise, Abschaffung des Bargelds, Bürokraten-Wahnsinn aus Brüssel: Viele Punkte verunsichern momentan deutsche Anleger und lassen sie darüber nachdenken, ob ihr Vermögen in Deutschland bzw. bei deutschen Banken gut und sicher aufgehoben ist.

Grundsätzlich hat jeder EU-Bürger das Recht, sein Geld weltweit anzulegen. Die Freiheit des Kapitals ist gesetzlich als eine der vier Grundfreiheiten garantiert.

Aus meiner Praxis weiß ich aber, dass deutsche Anleger überwiegend in Deutschland anlegen bzw. in den Euro investieren. Diese Heimatorientierung ist kein rein deutsches Phänomen sondern kommt weltweit vor. Anleger glauben, dass die Risiken der vertrauten Heimatregion besser eingeschätzt werden können. Was nicht bedeutet, dass die Risiken in Deutschland bzw. der EU tatsächlich geringer sind!

Es gibt jedoch keinen sinnvollen Grund, alle „Eier in einen Korb zu legen“. Im Gegenteil, Finanzexperten sind sich darin einig, dass die Risikostreuung – sei es über verschiedene Anlageklassen, Banken oder nationale Rechtssystem – die Rendite und Sicherheit gegenüber einer wenig diversifizierten Anlagestrategie erhöht. Das gilt in turbulenten Zeiten erst recht!

Ich stelle Ihnen hier sieben Gründe vor, warum eine Kapitalanlage in der Schweiz für Sie interessant sein kann:

  1. Geldanlage außerhalb der EU

Die Schweiz ist bekanntlich kein Mitglied der EU. Eine Vermögensanlage bei den Eidgenossen bietet daher den Vorteil, dass die Bestimmungen der EU dort nicht gelten. Die Schweiz gilt – gerade gegenüber der EU – als sicherer Geldanlage-Hafen.

  1. Franken statt Euro

Das Vertrauen in den Euro ist getrübt – nicht zuletzt durch die andauernde Griechenland-Krise. Auch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten anderer Mitgliedstaaten, wie z.B. Italien, Spanien oder Portugal, drücken immer wieder auf den Euro-Kurs.

Der Franken hingegen hat gegenüber dem Euro in den letzten zehn Jahren kontinuierlich an Wert gewonnen. Für Euro-Skeptiker ist eine (teilweise) Anlage ihres Vermögens in Franken eine interessante Diversifikation.

Ich muss jedoch darauf hinweisen, dass diese historische Entwicklung keine Garantie für die künftige Entwicklung des Franken-Euro-Kurses darstellt.

Zuletzt kamen von deutschen und EU-Politikern immer wieder Überlegungen auf, das Bargeld komplett abzuschaffen. Konkret im Gespräch ist der 500-Euro-Schein. Es ist richtig, dass hierdurch Schwarzarbeit, Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung eingedämmt werden können. Anderseits beschränkt es die individuelle Freiheit der Bürger darin und verschärft Kontrolle und Überwachung.

Die Schweiz besitzt mit dem 1.000-Franken-Schein die größte Banknote in Europa und die zweitgrößte weltweit (nach dem 10.000-Dollar-Schein aus Singapur). Die Schweiz will auch hieran festhalten: Ab 2019 soll die aktuelle 1.000-Note durch eine neue ersetzt werden.

Es gibt sogar Überlegungen, einen 5.000-Franken-Schein einzuführen. Das ist von der Schweizer Nationalbank umgesetzt wird, gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Wer einen Teil seines Vermögens in Bargeld aufbewahren möchte, findet auch hier im Schweizer Franken eine Alternative zum Euro.

Unabhängig davon können Sie bei den meisten Schweizer Banken auch Konten auf andere Währungen führen, wie z.B. Euro, US Dollar oder britische Pfund.

  1. Schutz der Privatsphäre

Um es gleich vorweg zu nehmen – das Schweizer Bankgeheimnis bietet keinen Schutz mehr in steuerlicher Hinsicht. Ab 2018 fällt das Bankgeheimnis für – aus Schweizer Sicht – Ausländer komplett. Dann werden Kontodaten mit Deutschland ausgetauscht. Diese beinhalten u.a. Name und Adresse des Kontoinhabers sowie Informationen zum Kontostand, Zins- und Dividendenerträgen.

In Deutschland können Behörden bereits heute mit der so genannten „Kontenevidenz“ Einblick in die Konten der Bürger nehmen. Und dies, ohne dass die Banken über diese Abfragen informiert werden, geschweige denn der Kontoinhaber selbst.

Allerdings wird bei vielen Schweizer Banken stärker auf den Schutz der Privatsphäre geachtet, als ich das von vielen deutschen Banken kenne. Viele Anleger sind auch aus diesen Gründen mit ihren Vermögensanlagen nicht Kunde bei ihren lokalen Banken (Sparkasse, Genossenschaftsbank…), da die Vermögensverhältnisse „vor Ort“ einfach nicht bekannt sein sollen. Sie fühlen sich wohler, wenn das Geld in der „Alpenfestung“ Schweiz deponiert ist und erst gar nicht die Gefahr besteht, dass am Banker-Stammtisch Informationen zu Kunden ausgetauscht werden.

  1. Einlagensicherung

In der Schweiz sind Anlagen auf Konten pro Kunde bis zu einem Betrag von CHF 100.000 geschützt. Die so genannten „privilegierten Einlagen“ sollen im Falle eines Bankkonkurses möglichst rasch ausbezahlt werden. Anlagesummen über CHF 100.000 gelten nicht mehr als „privilegiert“ und werden anhand der Konkursquote ausbezahlt (die so genannte „Konkurs-Dividende“). Übrigens, Wertpapier, wie z.B. Aktien oder Fonds, gelten als Sondervermögen (= Eigentum des Kunden) und fallen damit nicht in die Konkursmasse.

Ich empfehle generell, das Vermögen auf verschiedene Banken und Rechtssysteme zu verteilen. Sollte eine Bank in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten oder Gesetze in einem Land zu Ihren Ungunsten verändert werden, liegt Ihr Vermögen gut gestreut bei unterschiedlichen Instituten.Watch Full Movie Online Streaming Online and Download

  1. Steuern

Auch hier gleich zu Beginn der deutliche Hinweis: die Zeiten, in den in der eine Geldanlage in der Schweiz (illegal) dazu missbraucht wurde, um keine Steuern zu zahlen, sind definitiv vorbei. Die Schweiz will kein Schwarzgeld mehr!

Aber: Durch das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und der Schweiz werden bei Kapitalerträgen (z.B. Zinsen oder Kursgewinne) auf dem Schweizer Konto keine Steuern belastet. Natürlich müssen diese Erträge im Rahmen der nächsten Steuerklärung in Deutschland angegeben und versteuert werden.

Bei einem Zinsniveau von z.B. 3% auf Tagesgeldkonten würde dies einen Steuerstundungseffekt bedeuten. Im Rahmen des aktuellen Nullzinsniveaus bringt dies jedoch – momentan – kaum monetäre Zusatzerträge.

Bei Dividenden von Schweizer Aktien behält der dortige Fiskus 35 % Quellensteuer ein. Deutschland würde hier zusätzlich weitere 25% Abgeltungsteuer einbehalten – was durch das DBA verhindert wird. In Deutschland sind nun 15% der bereits abgezogenen Schweizer Steuer auf die deutsche Abgeltungsteuer anrechenbar – die restlichen 20% kann sich der Anleger von den Schweizer Finanzbehörden zurückholen.

Wer dies bereits einmal versucht hat weiß, dass dies ein aufwändiges Verfahren ist (wenn es auch in der Schweiz einfacher als in anderen Ländern durchzuführen ist). Bestimmte Schweizer Banken bieten ihren ausländischen Kunden an, dies direkt für sie zu übernehmen. Dadurch sparen Sie Zeit und Arbeitsaufwand und können dieses Kapital sofort wieder anderweitig investieren.

  1. Politische und wirtschaftliche Stabilität

Die Schweiz steht sinnbildlich für eine liebens- und lebenswerte Region in der Wohlstand und Sicherheit zum Standard gehören. Sie genießt einen hervorragenden Ruf als Finanzplatz, aber auch aufgrund ihrer wirtschaftlichen und politischen Stabilität. Auch die Schweizer Banken gelten als eine der sichersten weltweit.

Die Gesetze zum Schutz der Verbraucher sind ähnlich streng wie ihre Pendants in der EU.

  1. Kulturelle Gemeinsamkeiten

Nicht zuletzt die gemeinsame deutsche Sprache erleichtert die Zusammenarbeit mit Schweizer Banken. Auch ist die Schweiz für die meisten Deutschen wesentlich einfacher zu erreichen als viele andere Länder.

Immobilien – eine dauerhaft gute Anlage?

Viele Anleger schätzen Immobilien als gute Geldanlage. Gerade im Zeitalter des Nullzinsniveaus wechseln viele Investoren von Anleihen oder Sparprodukten zu Immobilien. Grundsätzlich empfehle ich auch hier, auf eine gesunde Risikostreuung zu achten. Immobilien sollten ca. 30% des Gesamtvermögens, keinesfalls aber mehr als 50% ausmachen.

Ein Investment in Immobilien ist sehr langfristig zu betrachten, da diese – wie der Name schon sagt – eben immobil sind. Stellen Sie sich vor dem Kauf, oder auch als bereits investierter Kapitalanleger, immer wieder die Frage, ob das Objekt auch auf Sicht von 10 – 20 Jahren noch am Markt gefragt sein wird. Aufgrund des demographischen Wandels wird sich der Bedarf an Immobilien verändern, z.B.:

  • Der Anteil der jüngeren Bevölkerung sinkt, dafür wird es immer mehr Senioren geben. Ist das Objekt auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet?
  • Manche Regionen werden regelrecht entvölkert – andere Landstriche gelten als Zuzugsgebiet.

Um zu sehen, wie sich dies in der Regionen Ihrer Immobilie auswirkt, können Sie sich mit dem „Wegweiser Kommune“ der Bertelsmann Stiftung anzeigen lassen, wie sich die Bevölkerung bis ins Jahr 2030 voraussichtlich entwickeln wird (hier am Beispiel meiner Heimatstadt Kempten/Allgäu). Dies gibt nützliche Hinweise, welche Sie auch in den Bewertung Ihrer (geplanten) Immobilien einfließen lassen können.